Do it yourself

Schweiz 1982. 16mm, Farbe, 9 min.

Do it yourself 

Ein Film über die Zerstörung von Gebrauchsgütern.
Jedes Jahr werden noch intakte Waren im Wert von etwa 30 Millionen Franken aus marktwirtschaftlicher "Notwendigkeit" in der Europäischen Gemeinschaft vernichtet z.B. Fernseher. Der Film symbolisiert den Konsumterror und hebt den ständigen Strom, der auf den Müll wandernden Güter unserer Industriegesellschaft ins Bewusstsein. Die Botschaft, dass alles, was letztlich das Fernsehen anpreist, auf dem Müll landet, auch die Fernsehgeräte, wird mit Witz und beeindruckend übermittelt. [Aus der Jurybegründung Paris]

RegieErich Langjahr und Walter Marti
DrehbuchErich Langjahr und Walter Marti
KameraErich Langjahr, Steff Gruber
TonErich Langjahr, Steff Gruber
SchnittErich Langjahr und Walter Marti
Dauer9 min.
Format16mm
Festivals3. Europäischen Umweltfilmfestivals, Paris 1985
Solothurner Filmtag 1982;
Nyon (CH) am 14. Festival Int. de Cinéma Nyon 1982;
Oberhausen (D) an den Westdeutschen Kurzfilmtagen "Weg zum Nachbarn" 1982;
Augsburg (D) an den 3. Tagen des unabhängigen Films 1987;
Würzburg (D) am Int. Würzburger Filmwochenende;
Leipzig (DDR) an der 25. Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen 1982;
Edinburgh (GB) am 36th Edinburgh Int. Film Festival 1982;
Melbourne (AU) am Melbourne Film Festival 1983

Der Film war damals bei folgenden Verleihern: Filmcooperative Zürich, Zoom Verleih, Arbeiterbildungszentrale Bern, Zentral-Film-Verleih Hamburg

Spezialvorführungen in der Schweiz:
Centre de Rencontre La Chaux-de-Fonds

Spezialvorführungen im Ausland:
Südostasien Tournee des Goethe Instituts München 1987 in Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, Philippinen;
Potsdam (D) Filmmuseum;
Goethe Institut Paris (F), Centre Culturel Allemand;
Auszeichnungen/PreiseCIDALC (Comité Int. pour la Diffusion des Arts et des Lettres par le Cinéma)-Preis des 3. Europäischen Umweltfilmfestivals, Paris 1985;
Auswahl an die 13. Filmothek der Jugend in Oberhausen 1982
PressestimmenKurz, aber mit reicher Tiefe.
Vaterland, Peter Isenegger

Gekonnt inszeiert.
Vaterland, Niklaus Oberholzer

Witty but not slick.
Filmhouse Edinburgh

Der Film zeigt die Welt als gigantisches, Tele-visionäres Warenhaus, als einen einzigen sinnlosen Werbespot, als sinnentleerten Produktionsleerlauf.
Der Bund, Aldo Fluri

Ein guter Animationsfilm über Müll und "Fernsehmüll". Doppeldeutig und provokant.
Ökomedia Bewertung, Medienkursbuch Ökologie BRD

Do it Yourself ist ein Film von Erich Langjahr und Walter Marti, der auf unterhaltsame Art und Weise auf die Verschwendung von Millionen von Franken in Europa hinweist, die durch die Vernichtung von noch sehr gut verwendbaren Produkten entsteht.
Schweizerische Zentrale für Handelsförderung "Wirtschaftsnachrichten aus der Schweiz, Nr. 5, 1985

Do it Yourself, a brief, important message about an important subject was praised for its excellent script and fine editing, and received an applause at its conclusion.
Erwin Rado, Acting Director Melbourne Film Festival, Australia
ProduktionLangjahr-Film GmbH, Luegstrasse 13, CH-6037 Root
Tel. +41-41-450 22 52 – Fax +41-41-450 22 51
E-mail: info@langjahr-film.chMitteilung sendenwww.langjahr-film.ch
WeltrechteLangjahr-Film GmbH
Verleih Schweiz
und international
Langjahr-Film GmbH, Luegstrasse 13, CH-6037 Root
Tel. +41-41-450 22 52 – Fax +41-41-450 22 51
E-mail: info@langjahr-film.chMitteilung sendenwww.langjahr-film.ch

Pressestimmen

Do it Yourself war der Eröffnungsbeitrag im Wettbewerbsprogramm der Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen. Für die Realisation seines Vorhabens hat Erich Langjahr TV-Empfänger gewählt. „Ich habe 50 Fernsehgeräte beschafft, die alle noch brauchbar, vom Handel aus dem Verkehr gezogen wurden, um neue abzusetzen.“ Und in seinem Film tut er das, was in Europa mit Millionenwerten Jahr für Jahr getan wird; er vernichtet sie. Als Steigerung lässt er eine Schredder-Anlage die Vernichtung vollziehen. Ein Film über das „Wegwerfen“ aber durchaus kein Wegwerffilm. Kurz, aber mit reicher Tiefe.

Vaterland, Peter Isenegger

Der Film behandelt die marktwirtschaftliche Notwenigkeit, überfällige Produkte zu vernichten, um Platz für neue Angebote zu machen. Konkret geht es dabei um funktionstüchtige Fernsehgeräte, die der Abfallmaschinerie zum Opfer fallen. Apparat um Apparat wird zerstört. Der Bild- und Redefluss ist offenbar dennoch nicht zu stoppen. Unaufhörlich quasseln die Werbediener, berichten die Nachrichtensprecher und jubeln die Hausfrauen über irgend ein Waschmittel. Informationen am Fliessband. Ein konzentrierter Film der zum Nach- und Weiterdenken anregt.

Rolf Breiner, Luzerner/Zuger/Nidwaldner Tagblatt

Der Film symbolisiert den Konsum Terror und hebt den ständigen Strom der auf den Müll wandernden Güter unserer Industriegesellschaft ins Bewusstsein: Nicht nur den Ersatz kurzlebiger Güter, sondern auch solcher, die noch voll funktionsfähig sind und lediglich durch die drückende Welle des „neusten Modells“ auf dem Schrott landen. Die Überhöhung - mit Schweizer Humor - der automatisierten Vernichtung durch das handwerkliche Zerhacken mit dem Beil, was wir vielleicht bewusst nie täten, zeigt erst, dass wir es indirekt dennoch tun. Diese Botschaft, dass alles, was letztlich das Fernsehen anpreist, auf dem Müll landet, auch die Fernsehgeräte, wurde mit Witz und beeindruckend übermittelt und könnte durchaus seine Wirkung auf den einzelnen wie auch auf unsere Industrie haben, die nur allzu leicht in Sackgassen rennt, wenn sie Waren produziert, die im Grunde niemand braucht.

CIDALC Preis (Comité International pour la Diffusion des Arts et des Lettres par le Cinéma) 3. Europäisches Umweltfestival

A skit on throw-away culture and TV; it ought to be the signature-tune of any TV conference or festival; witty but not slick.

Edinburgh Film Festival, Peter Greenaway

Überhaupt haben einige in Solothurn gezeigte Filme eine hintergründige Kritik an unserer Fernsehkonsumwelt ausgedrückt, die immer häufiger die Grenzen zwischen Sein und Schein verwischt. Für immer mehr Leute entrückt die unmittelbare Erfahrung der Umwelt in eine televisionäre. Der kurze Anti-TV-Werbespot "Do it yourself" spricht eine deutliche Sprache.

Solothurner Zeitung