Das Rössli, die Seele eines Dorfes

Schweiz 2019. DCP 16:9, Farbe, 67 min.

Das Rössli, die Seele eines Dorfes Das Rössli, die Seele eines Dorfes Das Rössli, die Seele eines Dorfes affiche

Der Film «Das Rössli, die Seele eines Dorfes» ist eine Langzeitbeobachtung. Dieses Zeitzeugnis erzählt die historischen und baulichen Ereignisse des 1751 erbauten Gasthauses «Rössli» in Root.

Das alte «Rössli» war der Mittelpunkt der dörflichen Identität. In diesem barocken Bauernhaus in Root, am Verkehrsweg von Zug nach Luzern, befand sich von Anfang an eine Gaststätte mit Tavernenrecht, später eine «Restauration» (Restaurant) und Hotel mit Theatersaal. Während 242 Jahren wurde hier von der Familie Petermann und deren Pächtern gewirtet. Ab 1993 begann der Niedergang. Der Anbau mit dem Theatersaal, eine das Dorfbild wesentlich mitgestaltende Verbindung von Bauernbarock mit neoklassizistischem Baustil, wurde abgerissen. Das Haus stand über zwanzig Jahre leer und wurde als Schandfleck des Dorfes bezeichnet.

Ab 2014 geht es wieder aufwärts. Das «Rössli» wird renoviert und ist Bestandteil einer Überbauung und Neugestaltung des Dorfkerns.

Im Zentrum des Films steht die ländliche Zivilisation von heute in ihrem rasanten Wandel. Wie im Film «Ex Voto» (1986) wird das Motiv des Abbruchs erlebbar. Gleichzeitig findet der Neubau mit der entsprechenden modernen Arbeitswelt seinen erzählerisch dokumentierten Ausdruck. So wird aufgezeigt, welche Fachleute heute im Vergleich zu den früheren einheimischen Einmann- und Kleinstbetrieben an der Arbeit sind: Es sind tüchtige Handwerker aus fast ganz Europa. Ein Stück Globalisierung, so wie die einziehenden Seniorinnen und Senioren ihre Lebensphase ganz anders verbringen als zu den Anfangszeiten der AHV. Als Repräsentant einer weitgehend versunkenen Welt gelangt der inzwischen verstorbene Alt-Sakristan Seppi Wey zu einem Porträt von kulturhistorischer Substanz. In diesem Sinne beschäftigt sich der Film mit unserem kulturellen Erbe und konfrontiert den Zuschauer mit den Werten der heutigen Zeit.

Das Projekt wird so zu einem Teil des gültigen künstlerischen Gesamtwerks von Erich Langjahr. Dasselbe wurde seit «Männer im Ring» (1990) von seiner Lebenspartnerin Silvia Haselbeck wesentlich mitgestaltet.

RegieErich Langjahr und Silvia Haselbeck
DrehbuchErich Langjahr
MitwirkendeArchitekten: Hansjörg Emmenegger, Daniel Lengacher, Ruedi Zai Aushub: Daniel Hürlimann Bauleiterin: Sandra Auf der Maur Bodenleger: Lorenc Gojani, Marian Gojani, Anton Schönor Deckenmaler: Lorenz Stöckli Denkmalpfleger: Benno Vogler Flachdach: Istwan Joni, Thomas Mohrmann, Benjamin Richter Gemeinde Root: Peter Ineichen, Margrit Künzler Gerüstbau: Adrijan Barisha, Agron Gjokai Hafner: Gregor Origoni Isolation und Aussenputz: André Alves, Arif Krasniqi, Ivo Matias Küchenbauer: Beni Meens Kunsthistorikerin: Therese Neininger Maurer: Manfred Hasler Pfarrei Root: Lukas Brielmann (Gemeindeleiter), Seppi Wey (Alt-Sakristan) Pflegewohngruppe: Monica Lindegger (Leiterin), Bewohner und Bewohnerinnen, Mitarbeiterinnen Plattenleger: Manuel Küttel, Mario Portmann, Patrick Walther Restauratoren: Ambrosius Widmer, Claude Caviglia, Silvia Stucki Sanitär: Guido Budmiger Schalen, Eisenlegen, Betonieren: Isen Ahmedi, Veloso Dominigues Francisco, Paulo Freitas, Jose Gomariz Caravaca, Arlind Gashi, Andreas Inglin, Frank Jaskobiak, Hadzic Jasmin, Zarco Jozic, Ivan Mächler, Manuel Torres Riac, Juan Antonio Vidal Romera, Esad Silajdzic, Philip Stierli, Dieter Zieber Solaranlage: Romain Kälin, Jarno Schweizer, Philipp Stulz Spitzarbeiten: Walter Leu Stiftung Abendrot: Christian Geser (Leiter Immobilienprojekte) Unterlagsboden: Serfio Buffone, Stojkaj Cole, Igor Dimoski, Riccardo Frangella, Marko Marjanovic, Luciano Molinaro Tapezierer: Sandro Gubser Vermesser: Johannes Viehauser Verputz innen: Miguel Lopez Barranco, Sergio Carcia Moreno, Nicola Turturro Wirte, Pächter: Bruno Steiner (ehemals), Simone Müller, Samuel Vörös Zimmermänner, Schreiner: Josef Anderhub, Peter Bättig, Reto Bieri, Manuel Brunner, Fredi Getzmann, Daniel Herger, Hans Herzog, Kevin Lustenberger, Michael Pfenniger, Ruedi Schwarzentruber Musikgruppen: Brassbandensemble Musikschule Rontal, Rontal Guugger, Säulischränzer
KameraErich Langjahr und Silvia Haselbeck
TonSilvia Haselbeck
SchnittErich Langjahr
Schnittassistenz: Silvia Haselbeck
MusikLéon Francioli
MitarbeitTonmischung: René Zingg
Color Grading: Nick Schneider
Dauer67 min.
FormatDCP 16:9
Verkauf DVD/VideoDVD   [Bestellen]
ProduktionLangjahr-Film GmbH, Luegstrasse 13, CH-6037 Root
Tel. +41-41-450 22 52 – Fax +41-41-450 22 51
E-mail: info@langjahr-film.chMitteilung sendenwww.langjahr-film.ch
WeltrechteLangjahr-Film GmbH
Verleih Schweiz
und international
Langjahr-Film GmbH, Luegstrasse 13, CH-6037 Root
Tel. +41-41-450 22 52 – Fax +41-41-450 22 51
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